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Im Laufe des Lebens erlernen die meisten Menschen aus Ländern mit gutem Bildungsstandard mehr als eine Sprache. In der Regel handelt es sich dabei um Sprachen, die international gesehen viele Menschen verwenden. Englisch ist zumeist die allererste und wichtigste Fremdsprache, da sie so etwas wie das Mittel zur globalen Verständigung ist. Im Bereich des Lernens von Fremdsprachen spielt ein Faktor eine besonders wichtige Rolle: Sprachfamilien.

Definition und Beispiele von Sprachfamilien

Jedem von uns ist schon einmal aufgefallen, dass es Sprachen gibt, die einander ähneln. Teilweise nutzen sie für Ausdrücke sogar die gleichen Wörter. Das liegt daran, dass die Grenzen von Sprachen verschwimmend sind. Aus diesem Grund klassifiziert die Linguistik nahezu alle Sprachen der Welt in sogenannte Sprachfamilien. Innerhalb dieser Gruppen gibt es erkennbare Parallelen unter den einzelnen Sprachen. Wer also eine Sprache aus einer bereits beherrscht, wird sich beim Lernen einer anderen aus der gleichen Familie höchstwahrscheinlich leichter tun.

In Europa sind die größten Sprachfamilien die Germanische, die Romanische und die Slawische. Diese haben allesamt eine lange Geschichte und verfügen zusätzlich noch über Untergruppen. All diese Sprachen haben sich über Jahrhunderte entwickelt und sind zum Teil ineinander übergelaufen. So kam es schleichend zur Entstehung der Sprachen, die wir heute in Europa kennen. Folgende Sprachen sind unter anderem in den drei größten Sprachfamilien Europas vertreten:

Germanisch: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch.

Romanisch: Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Rumänisch.

Slawisch: Russisch, Polnisch, Tschechisch, Slowakisch, Kroatisch, Serbisch, Bulgarisch.

Beim Lernen von Sprachen kommt es natürlich auf die individuelle Bereitschaft und Aufnahmefähigkeit an. Daher wäre der Versuch einer allgemeingültigen Kategorisierung für die Schwierigkeit von Sprachen für Deutschsprechende nicht valide. Während der eine sich mit romanischen Sprachen leichter tut, hat der andere vielleicht ein gewisses Gespür für slawische Sprachen. Fakt ist jedoch: Je geringer die Überschneidungspunkte einer Sprache mit der eigenen, desto schwerer ist es, diese zu lernen.

Das Problem mit der Schrift

Wie die gesprochene Sprache, hat auch die schriftliche Kommunikation eine Jahrtausende alte Geschichte. Jäger und Sammler hinterließen Höhlenmalereien, die alten Ägypter gaben Geschichten in Form von Hieroglyphen weiter und irgendwann basierte die schriftliche Kommunikation auf Buchstaben und Wörtern. Heute gibt es also nicht nur unterschiedliche Sprachen, sondern auch verschiedene Schriftsysteme. Besonders schwierig zu lernen sind daher Sprachen, die eine andere Schrift als die lateinische nutzen. Einige Beispiele für weit verbreitete Schriften:

Kyrillisch: Diese Schrift wird im Osten Europas genutzt, wobei die einzelnen Länder leicht voneinander abweichende Formen verwenden.

Arabisch: Wenig überraschend findet diese Schrift in allen Ländern des arabischen Sprachraumes Verwendung. Eine Besonderheit besteht darin, dass es für jeden Buchstaben unterschiedliche Schreibweisen gibt, abhängig davon, ob er am Anfang, in der Mitte oder am Ende eines Wortes steht.

Chinesisch: Die chinesische Schrift gehört für viele Menschen zu den kompliziertesten, da sie nicht in die Kategorie der Silbenschriften fällt. Diese Schriftart setzt sich unter anderem aus Piktogrammen und Ideogrammen zusammen. Daher kann es eine Weile dauern, bis man sich in diesem System orientiert hat.

Schwerste Sprache für Deutschsprachige

Zieht man alle genannten Faktoren in Betracht, wird klar, dass Sprachen ein äußerst komplexes Themengebiet sind. Für die Analyse des Sprachenlernens gibt es keine allgemeingültigen Formeln. Dennoch ist eine durchaus treffende Wertung möglich, die zeigt, welche Sprachen für deutsche Muttersprachler am schwierigsten zu lernen sind.

Hier sind die Top 3 dieses Rankings:

Mandarin-Chinesisch: Hierbei handelt es sich um die am meisten gesprochene Sprache der Welt. Das chinesische Schriftsystem kombiniert mit der Tatsache, dass identische Wörter je nach Betonung eine andere Bedeutung haben, machen diese Sprache für deutschsprachige Menschen zu einem echten Alptraum.

Arabisch: Von rechts nach links lesen und beim Sprechen ein Kratzen im Hals zu spüren ist etwas, das jeden erwartet, der Arabisch lernen möchte. Die Aussprache ist im Arabischen weitaus kehliger, als wir es im Deutschen kennen. Hinzu kommt, dass die einzelnen Länder des arabischen Raumes ihre eigenen Dialekte haben und es daher zu regionalen Unterschieden kommt.

Ungarisch & Finnisch: Diese beiden Sprachen bilden eine eigene Sprachfamilie. Warum? Weil sie aufgrund ihrer Einzigartigkeit keiner anderen Gruppe zuzuordnen sind. Sie gelten als die beiden Sprachen, die nahezu unmöglich zu lernen sind. Wer einige Wörter auf Ungarisch und Finnisch nachschlägt, merkt schnell, woher diese Reputation kommt.

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