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In der deutschen Sprache gibt es verschiedene Stilmittel, die zur Gestaltung von Sprache und Texten beitragen. Die direkte Rede ist ein solches Stilmittel und ermöglicht es, wörtliche Aussagen lebendig und anschaulich darzustellen. Wir zeigen dir, warum in Erzählungen oder Interviews immer wieder die direkte Rede verwendet wird, warum sie die Dynamik des Textes verändert und wie du die Regeln beherrschst.

Bausteine und Definitionen: Was ist die direkte Rede?

Die direkte Rede ist eine wörtliche Wiedergabe dessen, was jemand tatsächlich gesagt hat. In der direkten Rede werden die genauen Worte, Satzzeichen und Ausdrücke des Sprechers oder der Sprecherin zitiert und in Anführungszeichen gesetzt.

  1. Eine der wichtigsten Funktionen ist es, die Stimme und Perspektive des Sprechers direkt und unverfälscht wiederzugeben.
  2. Sie wird durch Anführungszeichen gekennzeichnet, die den Anfang und das Ende der wörtlichen Rede markieren.
  3. In der direkten Rede werden die genauen Worte des Sprechers wiedergegeben, ohne Veränderungen oder Zusammenfassungen.
  4. Dies hilft, ein besseres Verständnis für die Meinungen und Gefühle des Sprechers zu erlangen und ermöglicht es dem Leser oder Zuhörer, sich stärker mit den dargestellten Personen und Situationen zu identifizieren.

Durch die genaue Wiedergabe der Worte eines Sprechers wird ein realistisches und glaubwürdiges Bild von der dargestellten Situation oder Diskussion geschaffen. Die direkte Rede ermöglicht es dem Leser oder Zuhörer, sich stärker mit den dargestellten Personen und Situationen zu identifizieren und ein besseres Verständnis für die Meinungen und Gefühle des Sprechers zu entwickeln.

Direkte Rede: Satzzeichen und Regeln

Anführungszeichen

Anführungszeichen dienen dazu, den Anfang und das Ende der direkten Rede in einem Text zu markieren. Sie zeigen dem Leser an, dass die folgenden Worte wörtlich von einer Person gesprochen wurden. Im Deutschen werden meist die typischen „Gänsefüßchen“ („…“) verwendet, um die direkte Rede einzuleiten und abzuschließen..

Begleitsatz

Der Begleitsatz ist der Teil des Satzes, der die direkte Rede einleitet, begleitet oder abschließt. Er enthält in der Regel Informationen darüber, wer spricht und in welchem Zusammenhang die Äußerung getätigt wird. Der Begleitsatz kann vor, nach oder in der Mitte der direkten Rede stehen. Beispiele für Begleitsätze sind: „Er sagte:“, „fragte sie“ oder „antwortete er“.

Kommasetzung

Wenn der Begleitsatz die direkte Rede einleitet, wird ein Komma vor dem ersten Anführungszeichen gesetzt. Steht der Begleitsatz nach der direkten Rede, wird das Komma innerhalb der Anführungszeichen platziert. Bei einem Begleitsatz, der die direkte Rede unterbricht, wird ein Komma vor und ein weiteres Komma nach dem Begleitsatz gesetzt.

Beispiele für die Kommasetzung:

Die Mutter fragte ihre Tochter, „Hast du deine Hausaufgaben schon erledigt?“
„Ich habe heute Morgen den Bus verpasst“, erzählte Jonas seinem Freund.

Wörtliche Rede: Beispiele

Bevor wir zu den Beispielen kommen, rufen wir uns noch einmal den Begleitsatz ins Gedächtnis, der die direkte Rede einleitet, begleitet oder abschließt. Er enthält in der Regel Informationen darüber, wer spricht und in welchem Zusammenhang die Äußerung getätigt wird.

Nochmal der wichtigste Hinweis zum Begleitsatz: Der Begleitsatz kann vor, nach oder in der Mitte der direkten Rede stehen. Beispiele für Begleitsätze sind: „Er sagte:“, „fragte sie“ oder „antwortete er“.

Beispiel 1: Begleitsatz vor der direkten Rede

Begleitsatz: Laura erklärte.

Gesamtsatz:

Laura erklärte, „Ich habe gestern ein interessantes Buch gelesen, das mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Es ging um Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit.“

Beispiel 2: Begleitsatz nach der direkten Rede

Direkte Rede:

„Würdest du mir bei der Vorbereitung der Party am Samstagabend helfen? Ich könnte wirklich etwas Unterstützung gebrauchen.“

Begleitsatz: fragte Thomas seinen Freund.

Gesamtsatz:

„Würdest du mir bei der Vorbereitung der Party am Samstagabend helfen? Ich könnte wirklich etwas Unterstützung gebrauchen.“, fragte Thomas seinen Freund.

Beispiel 3: Begleitsatz in der Mitte der direkten Rede

Begleitsatz: meinte die Lehrerin.

Direkte Rede:

„Ich habe“, meinte die Lehrerin, „selten einen so gut durchdachten und strukturierten Aufsatz gelesen. Deine Argumentation war sehr überzeugend und du hast viele relevante Beispiele genannt.“

Direkte Rede: Beispiele zur Übung

Wir haben dir zur Übung und zum Verständnis einige Übungen zur Verfügung gestellt. Bestenfalls nimmst du dir ein Stift und Papier und versuchst, die Sätze zu vervollständigen. Die Lösungen findest du weiter unten auf der Seite (nach dem Fazit).

Übung 1: Setze die Anführungszeichen und Kommata richtig ein.

Begleitsatz: Der Vater ermahnte seinen Sohn.

Direkte Rede: Sei vorsichtig beim Fahrradfahren und trage immer deinen Helm.

Übung 2: Verwandle die indirekte Rede in direkte Rede.

Indirekte Rede: Die Lehrerin erklärte, dass sie nächste Woche einen Test schreiben werde.

Begleitsatz: Die Lehrerin erklärte.

Übung 3: Setze den passenden Begleitsatz ein.

Direkte Rede: „Ich habe gestern Abend einen spannenden Film gesehen.“

Begleitsatz: (erzählte sie).

Übung 4: Setze die direkte Rede in indirekte Rede um.

Begleitsatz: Lisa fragte.

Direkte Rede: „Wann kommt der nächste Bus?“

Noch einmal alles im Überblick - das Fazit:

Die direkte Rede ist eine Stilform, die die wörtlichen Äußerungen einer Person in einem Text oder einer Konversation genau so wiedergibt, wie sie gesprochen wurden. Sie wird durch Anführungszeichen gekennzeichnet und ermöglicht es, die Stimmung, den Ton und die Absichten des Sprechers genau zu vermitteln. Ein Begleitsatz dient dazu, den Sprecher und den Kontext der Äußerung zu verdeutlichen. Die Kommasetzung ist entscheidend: Wenn der Begleitsatz die direkte Rede einleitet oder abschließt, wird ein Komma vor bzw. innerhalb der Anführungszeichen gesetzt. Bei einem Begleitsatz, der die direkte Rede unterbricht, wird ein Komma vor und eines nach dem Begleitsatz gesetzt.

Lösungen:

Übung 1: Der Vater ermahnte seinen Sohn, „Sei vorsichtig beim Fahrradfahren und trage immer einen Helm.“

Übung 2: Die Lehrerin erklärte: „Nächste Woche werden wir einen Test schreiben.“

Übung 3: „Ich habe gestern Abend einen spannenden Film gesehen“, erzählte sie.

Übung 4: Lisa fragte, wann der nächste Bus kommt.

Der Satz ist tatsächlich korrekt, da es sich um indirekte Rede handelt. In der indirekten Rede werden keine Anführungszeichen verwendet, weil die Worte des Sprechers nicht wörtlich, sondern paraphrasiert oder in einer indirekten Frage wiedergegeben werden. Daher sind in diesem Fall keine Anführungszeichen erforderlich.

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